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Videoproduktion Konzert Frankfurt

Caroline Smykla live in den Katakomben Frankfurt – Konzert & Hybridproduktion
Konzert in den Katakomben: Die Sängerin Caroline Smykla hat in den Katakomben Frankfurt ein bezauberndes Konzert umgesetzt – ein Abend, der Intimität, künstlerische Präzision und technische Souveränität vereinte. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation durften weniger Gäste als ursprünglich geplant vor Ort teilnehmen. Damit dennoch mehr Menschen das Erlebnis teilen konnten, begleiteten wir die Veranstaltung mit einem professionellen Live- und Recording-Setup. So wurde das Konzert in den Katakomben nicht nur im Moment fühlbar, sondern anschließend auch on demand verfügbar.
Konzert in den Katakomben: Atmosphäre & Dramaturgie
Die Katakomben boten den idealen Rahmen: ein charismatischer, leicht abgeschlossener Raum mit authentischer Akustik und klaren Sichtachsen. Unser Ziel war es, die besondere Nähe zwischen Künstlerin und Publikum zu bewahren – sowohl im Saal als auch im Stream. Die Dramaturgie folgte einem ruhigen Bogen: ein bewusst reduzierter Auftakt, eine Verdichtung in der Programmmitte und ein leises, langes Ausatmen zum Schluss. Zwischen den Stücken gab Caroline Smykla kurze, persönliche Einblicke in Entstehung und Kontext ihrer Musik; diese Moderationselemente hielten wir ebenfalls im Bild- und Tonkonzept präsent.
Ton: Verständlichkeit, Wärme, Natürlichkeit
Für die Tontechnik setzten wir auf ein transparentes, musikalisches Setup. Ein Großmembran-Vokal-Mikrofon mit Pop-Schutz bildete die Stimme natürlich ab; Instrumente wurden über eine Mischung aus DI und dezenten Stützmikrofonen eingefangen. Ein kompakter, richtungsstarker Lautsprecherverbund sorgte im Raum für gleichmäßige Abdeckung, ohne die intime Lautstärke zu überschreiten. Für den Livestream mischten wir einen eigenständigen Broadcast-Mix: separate Kompression, leichte Raumsimulation und ein Stereo-Bild, das Nähe vermittelt, aber nie „überproduziert“ wirkt. Redundante Signalwege, ein Ersatzfunk-Mikrofon und ein sauberer Notfall-Plan sicherten die Produktion ab.
Bild: Nähe ohne Störung
Visuell arbeiteten wir mit drei Kameraperspektiven: eine totale Einstellung für Raumwirkung, eine Schulterkamera für weiche Schwenks und Close-ups, sowie eine auf die Mimik fokussierte Frontkamera. Diskrete Positionierungen und leise Stative verhinderten, dass der Live-Betrieb im Saal gestört wurde. Ein Bildmischer setzte die Signale live, Einspieler (z. B. Titeltafeln) und Lower Thirds (Namen/Instrumente) wurden dezent eingeblendet. Das Licht lehnt sich an eine Studiosituation an: softes Key-/Fill-Licht für natürliche Hauttöne, zurückhaltende Akzente im Hintergrund und sanfte Farbtemperaturen, die den Charakter der Katakomben bewahren.
Streaming & Plattform
Der Stream lief über eine stabile RTMP-Strecke mit adaptiver Bitrate, sodass auch bei schwankenden Zuschauerbandbreiten ein ruhiges Bild ankam. Ein kurzer Pre-Live-Slot mit Countdown und Tonprobe half, letzte Endgeräte-Checks auf Zuschauerseite zu ermöglichen. Parallel zeichneten wir in Broadcast-Qualität auf (isolierte Audiotracks, kameraseitig Proxy/High-Res), um später eine editierte Fassung sowie Social-Schnitte anlegen zu können.
Sicherheit, Hygiene & Ablauf
Die Durchführung folgte einem klaren Hygienekonzept: gestaffelter Einlass, definierte Wegeführung, belüftete Pausenfenster und eine reduzierte Besucherzahl pro Block. Crew- und Künstler-Briefings legten Zuständigkeiten fest, minimierten Kontaktpunkte und sorgten dafür, dass Aufbau, Soundcheck und Show stressarm verliefen. Ein präziser Run-of-Show mit Pufferzeiten verhinderte Zeitdruck; Changeovers (z. B. Instrumentenwechsel) wurden über Cues koordiniert.
Barrierefreiheit & Zugänglichkeit
Damit der Abend möglichst vielen Menschen offenstand, ergänzten wir den Stream – wo sinnvoll – um Live-Untertitel bzw. bereitgestellte Untertitel-Files in der On-Demand-Version. Eine optionale Audiodeskription für ausgewählte Stücke ist für zukünftige Formate vorgesehen. Außerdem stellten wir leichtgewichtige Versionen der Mitschnitte für Mobilgeräte bereit.
Interaktion & Community
Auch auf Distanz wollten wir Nähe ermöglichen. Über eine moderierte Q&A-Funktion konnten Zuschauer:innen Fragen stellen und Feedback geben; ausgewählte Beiträge wurden am Ende des Abends aufgegriffen. Für Social-Media-Begleitung nutzten wir ein kleines Snack-Content-Set (Kurzclips, Zitate, Standbilder), um Aufmerksamkeit vor, während und nach dem Konzert in den Katakomben zu bündeln.
Postproduktion & Distribution
Nach der Show konsolidierten wir Mehrspur-Audio und Multi-Cam-Material für einen fein abgestimmten Edit. Neben einer vollständigen Konzertfassung entstanden thematische Kapitel (z. B. einzelne Songs, Moderationen), die sich zielgerichtet teilen lassen – etwa für Presse, Partner oder Förderer. Ein neutrales Thumbnail-Set und kurze, barrierearme Teaser-Videos erleichterten die weitere Kommunikation.
Wirkung & Learnings
Das hybride Format erfüllte seinen Zweck: Der intime Charakter blieb im Saal spürbar, während der Stream zusätzliche Reichweite und Teilhabe schuf – für Fans, Partner und alle, die aufgrund der Corona-Lage nicht physisch dabei sein konnten. Positives Feedback bezog sich insbesondere auf Stimmverständlichkeit, Bildruhe und die unaufdringliche Regie. Für kommende Produktionen planen wir – je nach Programm – erweiterte Kapitel-Navigation, feste Untertitel-Spuren in mehreren Sprachen und zusätzliche Behind-the-Scenes-Elemente.
Fazit:
Das Konzert in den Katakomben von Caroline Smykla in den Katakomben Frankfurt zeigt, wie künstlerische Intimität und technische Präzision einander verstärken können. Durch sorgfältige Planung, sensible Bild- und Tonführung und ein robustes Hybrid-Setup wurde ein Abend geschaffen, der im Moment berührt – und nachhaltig verfügbar bleibt.


